Pilgern von Lend nach Leogang am Pinzgauer Marienweg

Drei Tage Zeit, wunderbares Herbstwetter. In Lend erwartet mich eine liebe Freundin, gemeinsam machen wir uns auf den Weg.
Es geht gleich hurtig aufwärts. Die Anstrengung wird belohnt durch wunderschöne Ausblicke. Das Gehen in der herbstlich bunten Natur, glitzernde Tautropfen, Tiere beobachten, wie z. B. die Spinne, die ihr kunstvolles Netz webt – ein Gefühl der Fröhlichkeit und Dankbarkeit erfüllt mich. Und wir gut das Brot und der Apfel schmecken unterm blauen Himmel!
Der Anblick der Dientner Kirche vor dem Panorama des Hochkönigs ist überwältigend. Oben angekommen machen wir eine kleine Rast unter der uralten Linde: welch ein Kraftplatz!
Im Mesnerhaus, wo wir um Nachtquartier fragen, werden wir liebevoll aufgenommen. Unterwegs immer wieder nette Begegnungen, eine heitere in Maria Alm, wo uns nach dem Dankgebet in der Kirche die „Kirchenkatze“ den Weg zum schönen Labyrinth weist und im Zentrum unsere Streicheleinheiten schnurrend genießt.
Trotz der dunklen Regenwolken im Rücken kommen wir trocken in Leogang an.
Auf die nächste Etappe dieses schönen und gut ausgeschilderten Pilgerweges freue ich mich schon.
(Gertrude Schaden)