Jochberg

Seehöhe: 923 m - Jochberg, 1.069 m - Jochbergwald; Einwohner: 1585 Fläche: 87,85 km²

Jochberg ist die südlichste Gemeinde des Leukentales, zehn Kilometer von Kitzbühel entfernt.
Urgeschichtlich ist Jochberg eine Bergbaugemeinde. Bereits 1000 v.Chr. wurde Kupfer abgebaut. 1926 legte man den Bergbau endgültig still.
Im Sommer ladet ein langes Wegenetz zum Wandern ein.
Weitere Themenwege: Der 7-Brunnen-Weg rund ums Dorf, der Museumsweg vom Bergbau- und Heimatmuseum über das Schaubergwerk Kupferplatte zum Bauernmuseum Vorderkünstler.
Im Winter bietet Jochberg ein ausgedehntes Pisten und Tourengebiet.

Kirchengeschichte:
Die erste Wolfgangskirche wurde 1485 vom Chiemseer Bischof geweiht. Davon ist noch das Untergeschoß des Turmes erhalten. Im Mirakelbuch aus dem Jahre 1505 über die Wunderzeichen bei der Wolfgangsquelle wird Jochberg als viel besuchter Wallfahrtsort beschrieben.
Um 1750 wurde die heutige große Kirche errichtet. Kirchenpatrone sind der hl. Wolfgang und die hl. Barbara.

Gnadenbild Jochbergwald

Gnadenbild Jochbergwald

Die Wallfahrtskapelle Maria Heimsuchung in Jochbergwald stand seit 1671 im Kirchanger. 1842 wurde neben der neu trassierten Paß Thurn Straße ein neues Kirchlein gebaut und das Gnadenbild feierlich übertragen.
Das Gnadenbild wird zu den „verletzten Kultbildern“ gezählt: Die Madonna hat einen Säbel im Kopf stecken. Es wird erzählt, dass ein Soldat mit seinem Schwert die Madonna zerstören wollte. Aus dem Kopf der Muttergottes floss Blut heraus.
Viele Votivbilder beweisen, dass auch heute die Wallfahrt noch viel besucht wird.
Seit 1922 treffen sich die Kameradschaftsbünde des Pinzgaues und des Bezirkes Kitzbühel am Kirchweihsamstag bei der Gelöbniswallfahrt zur Feldmesse beim Friedenskreuz.

Tipp:
Schauen Sie hinein ins Jochberger Schaubergwerk Kupferplatte oder in das Bergbau- und Heimatmuseum. Mit einer kurzen Wanderung zum Sintersbachwasserfall oder über den Sieben-Brunnenweg lernen Sie in kürzester Zeit das Dorf von verschiedenen Seiten kennen.

Von Jochbergwald nach Mittersill (ca. 11,7 km)
Wegbeschreibung:
Beim Gasthaus neben der Wallfahrtskirche quert man gleich die Bundesstraße. Unten nach links dem Feldweg folgen; nach ca. 500 m links abbiegen und über einen leicht steigenden Waldweg zum Pass Thurn (1274 m). Diesen überquert man entlang der Straße. Nach dem Hotel Pass Thurn verlässt man die Straße links und wandert absteigend zum Naturschutzgebiet Wasenmoos und vorn dort 2 km ostwärts durch den Weiler Mayerhofen. Nach 1 km Asphaltweg diesen rechts verlassen und 1 km Fuß- bzw. Schotterweg hinunter gehen. Wieder am Asphaltweg, führt dieser nach der Unterführung links zum Schloss Mittersill. Absteigend quert der Fußweg zweimal die Pass Thurn-Straße und führt über die Salzach und durch das Stadtzentrum zur Stadtpfarrkirche.