Mittersill

Seehöhe: 788 m • Einwohner: 5.419

Mittersill ist seit dem Mittelalter wichtiger Verkehrsknotenpunkt. Große Bedeutung hatte der alte Saumweg von Tirol über den Pass Thurn und Felber Tauern nach Osttirol. Das Schloss Mittersill war zunächst Sitz der gleichnamigen Grafen, später des erzbischöflichen Pflegers.
Mittersill war stets Zentrum des Verwaltungsbezirks Oberpinzgau, jetzt mit dem Nationalparkzentrum (seit 2007) auch der Region Nationalpark Hohe Tauern.
Stadterhebung war im Jahr 2008. Der Hauptort des Oberpinzgaus ist auch Handels- und Schulstadt mit Krankenhaus und bedeutenden Firmen wie Blizzard und Fahnen Gärtner.Kirchengeschichte:

Kirchengeschichte:
Mittersill wurde 1564 zum Vicariat und 1812 zur Pfarre erhoben.

Pfarrkirche St. Leonhard
Pfarrkirche St. Leonhard

Die spätbarocke Pfarrkirche zum hl. Leonhard wurde nach dem großen Marktbrand 1747-1749 errichtet und besticht durch die Leichtigkeit ihrer Rokokoausstattung. Am alten Kirchplatz wurde die Annakirche errichtet (heute evangel. Kirche), ein kleines Rokoko-Juwel mit Fresken von Christoph Anton Mayr.

Mit der Wallfahrtskapelle Maria am Anger hat Mittersill eine beliebte lokale Wallfahrtsstätte. Das Gnadenbild ist die Schnitzerei eines Hirten aus 1749.

Die spätgotische Felberkirche gilt als eine der bedeutendsten Kirchen des Landes Salzburg. Sie geht auf das 13. Jh. zurück (Herren von Felben), 1479 wurde der gotische Umbau mit dem Nothelferaltar fertig gestellt.

Weiters bedeutend ist die spätgotische Schlosskapelle auf Schloss Mittersill und die Steinsäule am Schlossweg mit der „Schutzmantelmadonna“, sowie der Ölberg in Klausen mit den Figuren um 1600.An der Salzachbrücke ist der hl. Johannes Nepomuk.

Tipp:
Ein Besuch im Nationalparkzentrum Mittersill mit seinen 8 Erlebniswelten lohnt sich. Lernen Sie die außergewöhnliche Vielfalt dieses europaweit einzigartigen Schutzgebietes kennen und verstehen.

Die Felberkirche birgt nicht nur originale Kostbarkeiten (gotisches Türschloss) sondern auch die ältesten Pilgerinschriften (1731) auf der Eingangstür.

Von Mittersill bis Zell am See hat man die Möglichkeit, in die Pinzgauer Lokalbahn einzusteigen.

Von Mittersill nach Stuhlfelden (ca. 4,5 km)
Wegbeschreibung:
Hinter dem Gasthof Bräurupp führt die „Dr.-Tschikoff-Gasse“ nach Osten, über den Felberbach zur Angerkapelle und von dort durch die Unterführung zu Felberkirche und Felberturm. 100m vor der Felberkirche rechts nach Süden abbiegen bis zum Waldrand. Flach verläuft der Weg im Wald Richtung Osten an Schloss Lambach vorbei nach Wilhelmsdorf mit Blick zum Golfplatz. Weiter auf der Straße Richtung Norden quert man die Salzach und erreicht die älteste Wallfahrtskirche im Oberpinzgau „Maria am Stein“ in Stuhlfelden mit dem gotischen Gnadenbild der „Stuhlfeldener Madonna“.