St. Martin

Seehöhe: 633 m • Einwohner: 1.113

Im Jahre 1850 wurde St. Martin eine eigenständige Gemeinde und liegt im südlichen Teil des Loferer Beckens am Fuße der Loferer Steinberge. St. Martin besitzt einen der schönsten gewachsenen und erhaltenen Ortskerne im Salzburger Land. Das Dorf umfasst 63,75 km² und grenzt im Osten an Bayern (Ramsau) und im Westen an Tirol. St. Martin bietet tolle Sehenswürdigkeiten wie den Wallfahrtsort Maria Kirchental, die wildromantische Vorderkaserklamm mit einer Tiefe von ca. 80 m und einer Breite von nur 1,5 m oder die Lamprechtshöhle, die als eine der tiefsten Durchgangshöhlen der Welt bekannt ist.

Kirchengeschichte:
Die Pfarrkirche St. Martin wurde erstmals urkundlich im Jahre 1080 erwähnt. Ursprünglich als einschiffiges, gotisches Bauwerk wurde die Stammkirche mehrmals vergrößert und barockisiert.

Gnadenbild Maria Kirchental

Gnadenbild Maria Kirchental

Die Wallfahrtskirche Maria Kirchental in St. Martin b. Lofer, auch „Pinzgauer Dom“ genannt, liegt in 900 m Höhe inmitten der Loferer Steinberge und gehört zu den bekanntesten Wallfahrtsorten Salzburgs. Errichtet wurde siein den Jahren 1694 bis 1701. Bauherr war der Salzburger Fürsterzbischof Johannes Ernestus Graf von Thun, mit der Planung beauftragte er Johann Bernhard Fischer von Erlach. Das Ziel der Wallfahrer ist heute noch das Gnadenbild – die „Stieglitz-Madonna“.
Maria Kirchental besitzt eine österreichweit einmalige Sammlung von ca. 1200 Votivtafeln, die größtenteils aus dem 17. und 18. Jh. stammen.

Tipp:
Prädikat „Sehenswert“ – Eine Wanderung durch die herrliche Wildenbachschlucht (Gehzeit ca. + 1 Std.) Abzweiger direkt am PMW (Wildenbachtal)

Von St. Martin nach Maria Kirchental (2km)
Wegbeschreibung:
Für den Anstieg von rund zwei Kilometern von St. Martin benötigt man etwa 45 Minuten. Von der Pfarrkirche St. Martin folgt man der Straße zum Berg hin. Man kann auf der Asphaltstraße nach Maria Kirchental, begleitet von Marterln mit den Rosenkranzgeheimnissen, aufsteigen. Oder man biegt beim Mauthäuschen rechts auf den ausgeschilderten Pilgerweg am Bach ab, der mit interessanten Erklärungen zur Geschichte des Wallfahrtsortes versehen ist.